Freitag, 20 November 2009
Da wir schon mal bei Hygiene sind, sollte auch das Dilemma des Duschgels erwähnt werden.
Denn dieses scheint hier eine bedrohte Art zu sein. Man findet es nur noch in Regionen mit einer großen Einkaufsfläche oder in kleineren spezialisierten Drogerien.
Das Duschgel scheint massiv von den vielen Haarshampoos, -spülungen und -kuren verdrängt worden zu sein. Die Artenvielfalt ist auf ungefähr 2-4 gesunken.
Deshalb möchte ich hier den Aufruf starten und eine Unterschriftenaktion für die Artenvielfalt und -erhaltung des Duschgels starten.
Braslilien, laß Dein Volk sich waschen können!
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Donnerstag, 19 November 2009
Wenn schon das Toilettenpapier nicht das allerbeste ist (um das mal milde auszudrücken), so kann man sich zumindestens auf einigen Toiletten voll und ganz (mal abgesehen davon das man schon wieder an den Toilettenpapierakt denken muß) auf einem schönen weichen und gepolsterten Toilettensitz entspannen.
Man stelle sich das ganze ein wenig wie einen Schwimmreifen vor. Sobald man sich auf dem Sitz niederläßt, weicht etwas Luft und der Hintern wird schön auf dem Sitzkissen eingebettet.
Vielleicht ist dass ja auch der Ausgleich für das Toilettenpapiermanöver?
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Mittwoch, 18 November 2009
Nachdem es bei den letzten Einträgen mehr oder weniger nur ums Essen ging, kommen wir nun zu mehr oder minder appetitlichen Angelegenheiten.
Dem Klopapier.
Auch hier dreht sich alles um eine Fälschung, die bundesweit noch nicht entdeckt wurde. Das Toilettenpapier leidet unter den gleichen Symptomen wie die Servietten.
Es ist viel zu dünn, so dass man heilfroh ist, wenn man 2 Meter abgewickelt hat, diese immer noch in den Händen hält und dann dabei noch trockene Hände behält.
Aber das ist auch noch nicht alles. Denn dann muß man noch versuchen das benutzte Klopapier irgendwie in die aufgestellten Papierkörbe zu buxieren (denn Klopapier in der Toilette ist strengstes Tabu!), dessen Deckel (zum Glück oder Unglück) meist geschlossen sind.
Hat man das überstanden, kann man sich auf seinen nächsten Toilettengang freuen und hoffen, dass man einen der Toilettensitze bekommt, über die ich morgen berichten werde.
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Verfasst von colle
Montag, 16 November 2009
Frühstück scheint generell keine große Sache hier in Brasilien zu sein. Denn auf einer Speisekarte in Cafés ist es schlichtweg nicht aufzufinden. Da waren wir dann doch froh, dass es bei allen Übernachtungen (sei das Hostel oder die Herberge auch noch so klein) mit dabei ist.
Jedoch kan man das ganze spätestens nach dem 3. Tag eigentlich nur als ein Trauerspiel bezeichnen, wenn man wirklich überall immer das gleiche bekommt.
Oder bin ich einfach nur ein Hellseher, wenn ich heute schon voraussagen kann, dass wir im nächsten Hostel:
- weiße, fluffige, längliche Brötchen
- Kochschinken
- Käse
- 1 -2 Sorten Obst (meist Papaya und Melone)
- Saft, Kaffe und Tee
bekommen?
Und wie gesagt, es gibt keinen Ausweg. Denn auf den Speisekarten existiert Frühstück nicht und wie der Rest der Malzeiten aussieht, wißt ihr ja nun auch schon.
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Sonntag, 15 November 2009
Da es hier viel ums Essen geht, gibt es nun eine kleine Anekdote zu dem eigentlich sehr praktischem Utensil – der Serviette.
So wie wir es kennen, dient uns die Serviette als Begleiter bei einem Essen im Restaurant, um die Essensreste um den Mund herum unauffällig zu beseitigen und die Kleckerein auf dem Tisch etwas zu kaschieren, indem man die Serviette unauffällig darauf liegen läßt.
Doch wie ist das ganze in Braslien? – Wertlos!
Als Serviette kann man das nun wirklich nicht bezeichnen. Es ist ein dünnen etwas, was papierähnlich aussieht, jedoch zu nichts als zum Wegschmeißen zu gebrauchen ist.
Sie sind hauchdünn, so daß sie bereits zerstört sind, bevor man irgendwas abwischen oder kaschieren kann.
Wenn es einem dann doch mal gelingt die billige Kopie einer Serviette heil aus dem Serviettenständer zu bekommen, taugen sie zu nichts. Da das Material in keinstem Fall saugfähig ist. Man kan bestenfalls das ganze Malheur ein wenig breitschmieren.
Wie wir uns schon wieder auf richtige Servietten mit einer gewissen Funktionalität freuen!
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Samstag, 14 November 2009
Und schon wieder geht’s ums Essen…
Wir kannten nun schon ungefähr das Preisniveau von Sao Paulo und wussten, was uns ein Mittag- oder Abendessen zu zweit kosten würde.
Ja gut, dass Restaurant hatte im Gegensatz zu den anderen wo wir bereits gegessen hatten, mal „richtiges“ Essen und es sah auch ein wenig einladender aus. Mit Tischdecken und Stühlen aus Holz anstatt Plastik. Aber, dass das Essen gleich doppelt so teuer sein muss?
Scheiß egal. Nach so einem Tag, haben wir es uns verdient. Also bestellten wir beide jeweils ein Gericht. Wir wurden zwar vom Kellner sehr argwöhnisch angeschaut, aber wir dachten, dass das sicherlich an unserem schlechten portugiesisch lag.
Doch als das Essen dann kam, gab es für uns beide mehr als genug zu Essen und wir verstanden nun warum der Kellner so komisch geschaut hat. Der muß gedacht haben, daß wir seit Tagen nichts zu Essen bekommen haben.
Also machten wir uns an den Versuch das Abendmahl zu verputzen und hinterließen einen erstaunden Kellner, der nicht glauben konnte, dass wir für 4 gegessen haben.
Was lert uns das heute? Wenn die Preise doppelt so teuer aussehen, dann ist es wahrscheinlich auch ein Essen für 2!
(Meist auch irgendwo klein und versteckt auf der Karte vermerkt.)
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Freitag, 13 November 2009
Eine höchst praktische, gesunde und günstige Erfindung sind die sogenannten „Saftläden“.
Diese findet man an den meisten Ecken und Straßenzügen und sie ermöglichen es einem dem schrecklich ungesundem Essen ein paar gesunde Vitamine auf günstige Art und Weise hinzuzufügen.
Man bestellt (oder wenn man die ganzen Früchte noch nicht kennt – zeigt) einfach die Früchte, die man haben möchte und in sekundenschnelle werden einem die leckersten Fruchtsäfte zusammengemixt.
Einfach nur lecker!
Ich überlege schon, ob ich mich nur noch von diesen ernähren sollte. Denn auf Dauer ist das besser für die Figur und darüber hinaus auch noch recht preiswert. (In Sao Paulo bekommt man ca 500 ml frisch gemixten/ gepressten Fruchtsaft für ca. 0,80 – 1,00 Euro.
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Freitag, 13 November 2009
Was wir an unseren ersten Tagen hier bereits feststellen mußten, nachdem wir stundenlang durch die Straßen von Sao Paulo gelaufen sind, um uns ein Abendessen zu ergattern, war, daß es das nicht gibt.
So wie es aussieht, gibt es bei den Braslianern ein deftiges Mittagessen und nach der Arbeit wird sich zwar in eine Kneipe gesetzt und mindestens ein großes Bier getrunken, aber Esssen … ? Nee, nicht wirklich. Wenn man Glück hat, gibt es ein paar kleine Snacks wie Chips oder wenn man großes Glück hat auch mal Pommes. Aber richtiges Essen? Da hat man es dann schon ein wenig schwieriger.
Aber es gibt 2 kleine Tricks.
1. Man paßt sich den Brasilianern an und ißt ordentlich zu Mittag oder am frühen nachmittag.
oder:
2. Man schaut, wo andere Ausländer abends rumsitzen. Denn die sind auch meistens hungrig und haben meist die recht wenigen Restaurants entdeckt, die Abends eine warme Malzeit servieren.
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Donnerstag, 12 November 2009
Eigentlich wußten wir nicht, was uns für Essen in Braslien erwarten würde. Aber wir sind von viel Fleisch und vielen gesunden Gemüsegerichten ausgegangen.
Wir wurden aber eines besseren belehrt. Denn es scheint hier nur „Fast Food“ zu geben.
Damit Du ein wenig besser auf das Angebot vorbereitet bist, hier ein kleiner Auszug aus der brasilianischen Speisekarte:
- Samdwiches (schwabeliges Weißbrot mit irgendwas drauf)
- Hamburger (oder es sollen zumindestens welche sein)
- eine Art gefüllte Brötchen (wahlweise mit Käse, Hünchen oder Rind)
- Pommes (vorzüglich kalt oder noch halb roh und meist ungesalzen)
- eine Art gefüllte Tacos (der Teig ist zu hart um hin mitzuessen)
- fritiertes irgendwas (schwer zu identifizieren)
Ich hoffe ihr wißt auf was ihr Euch da einlasst und habt für die Rückkehr schon Euren Personal Trainer bestellt, der Euch die zusätzlichen Pfunde wieder abtrainiert!
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Mittwoch, 11 November 2009
Endlich in Braslien angekommen, wollten wir natürlich erst einmal ein Gefühl für Preise und Essensgewohnheiten erkunden und besuchten einen etwas größeren Supermarkt.
Und was sehen meine Augen dort? Eine Flasche Malzbier!
Ich war so überrascht und erklärte Braslien gleich zu meinem Lieblingsland. Da ich bisher Malzbier nur in Deutschland geniessen konnte und scheinbar kein anderes Land weiss, was Malzbier ist oder Geschweigedenn, wie man es herstellt.
Endlich im Hostel angekommen, konnte ich es kaum erwarten. Auch wenn es nicht eingekühlt war, köpfte ich die Flasche und liess das Bier nach einem viel zu warmen Tag meine Kehle herunterrinnen.
Doch was musste ich feststellen? Es war gar kein Malzbier! Jetzt wo ich das winzig kleine am Flaschenhals lese, stelle ich fest, dass es 4,8% Alkohol enthielt und tatsächlich ein richtig leckeres Schwarzbier war.
Was haben wir gelernt? Malzbier in Brasilien = Schwarzbier in Braslien
Na dann mal Prost
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